MDR AKTUELL - Meldungen um 23:30 Uhr

25. Februar 2024, 23:35 Uhr


Selenskyj nennt erstmals Zahl getöteter ukrainischer Soldaten

Im Krieg gegen die russischen Invasoren hat die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj bisher 31.000 ihrer Soldaten verloren. Selenskyj nannte die Zahl der Getöteten heute bei einer Pressekonferenz in Kiew. Es ist das erste Mal seit Kriegsbeginn, dass die Ukraine die Gesamtzahl der Opfer bekannt gibt. Selenskyj erklärte zugleich, die Zahl der Verwundeten könne er nicht publik machen. Das würde dem russischen Militär helfen. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hatte heute in Kiew angekündigt, dass Deutschland seine humanitäre Hilfe für die Ukraine um 100 Millionen Euro aufstockt. Ihren Besuch in der Stadt Mykolajiw musste die Grünen-Politikerin vorzeitig beenden. Dort gab es Luftalarm wegen einer russsichen Aufklärungsdrohne.


Neue Groß-Demos gegen Rechtsextremismus

In zahlreichen deutschen Städten sind heute wieder Zehntausende Menschen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus auf die Straßen gegangen. In Dresden sprachen die Veranstalter von rund 20.000 Teilnehmenden, MDR-Reporter schätzen die Zahl der Demonstrierenden aber niedriger ein. In Zwickau protestierten nach Polizeinangaben 650 Menschen, in Bautzen etwa 1.300. Auch in anderen deutschen Städten wie in Hamburg gab es Proteste. Dort gingen laut Veranstalter 50.000 Menschen auf die Straße. In Rostock gedachten zahlreiche Menschen des vor 20 Jahren ermordeten Mehmet Turgut. Der Türke war in Stadtteil Toitenwinkel von den Rechts-Terroristen des NSU erschossen worden.


Grünen-Chefin und "Freie Bauern" vereinbaren Treffen

Nach den Protesten von Bauern in Magdeburg hat Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang mit Vertretern der Landwirte einen Gesprächstermin vereinbart. Wie ein Sprecher der "Freien Bauern" dem MDR sagte, soll das Treffen Anfang April stattfinden. Details müssten aber noch geklärt werden. Lang war gestern zu einer parteiinternen Veranstaltung nach Magdeburg gekommen und von Landwirten mit einem Hupkonzert empfangen worden. Auf die Übergabe eines Forderungskatalogs reagierte die Grünenchefin mit dem Gesprächsangebot.


Kiew: Russische Truppen erschießen ukrainische Kriegsgefangene

Russische Truppen sollen sieben ukrainische Kriegsgefangene erschossen haben. Das teilte der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez mit. Er beruft sich auf eine Videoaufnahme, die ukrainische Soldaten mit erhobenen Händen bei der Kapitulation zeigen soll. Statt sie gefangzunehmen, hätten russische Soldaten die Männer erschossen. Das sei ein Kriegsverbrechen und müsse als eine weitere Völkerrechtsverletzung durch Russland registriert werden. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.


Mehrere Bürgermeisterwahlen in Sachsen-Anhalt

In mehreren Gemeinden in Sachsen-Anhalt sind neue Bürgermeister gewählt worden. In der Gemeinde Nordharz erhielt Amtsinhaber Gerald Fröhlich eine deutliche Mehrheit. Auf den Parteilosen entfielen knapp 86 Prozent der Stimmen. Die Stichwahl in Allstedt im Landkreis Südharz gewann der parteilose Kandidat Daniel Kirchner mit gut 73 Prozent der Stimmen. CDU-Kandidatin Christin Beyer-Kögel erhielt knapp 27 Prozent. Bei der Wahl in Coswig im Landkreis Wittenberg erhielt keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit. Der von der SPD unterstützte Andre Saage und der parteilose Henry Niestroj gehen Mitte März in eine Stichwahl. Auch in der Einheitsgemeinde Wanzleben-Börde soll in zwei Wochen eine Stichwahl stattfinden, zwischen CDU-Kandidatin Grit Matz und Einzelbewerber Tino Bauer.


MZ: Uneinigkeit über Wild-Abschusszahlen in Sachsen-Anhalt

Das Forstministerium in Sachsen-Anhalt fordert höhere Abschusszahlen beim Wild. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet, wurden die Jagdbehörden bereits im Dezember angewiesen, in bestimmten Jagdbezirken die Abschusszahlen heraufzusetzen. Grund sei eine Überpopulation in den Wäldern. Der Jagdverband teilt diese Einschätzung dem Bericht zufolge nicht. Geschäftsführer Wolf Last sagte der Zeitung, die Abschussvorgaben seien zu hoch. Sie stammten aus einer Zeit, in der der Wolf in der Kulturlandschaft noch nicht vorgekommen sei.


Taliban lassen Österreicher frei

In Afghanistan haben die radikalislamischen Taliban einen 84-jährigen Österreicher freigelassen. Nach Angaben der Regierung kam er unter Vermittlung Katars frei und befindet sich inzwischen in Doha. Der Mann war im vergangenen Mai verhaftet worden, weil ihn die Taliban der Spionage verdächtigten. Nach Recherchen östereichischer Medien handelt es sich um einen Rechtsextremisten. Er sei eigentlich nach Afghanistan gereist, um positiv über die Taliban zu berichten.


Fußball: Erste Niederlage Dortmunds seit Jahresbeginn

In der Fußball-Bundesliga ist der Aufwärtstrend von Borussia Dortmund zu Ende gegangen. Im Heimspiel gegen Hoffenheim unterlagen die Dortmunder 2 zu 3. Weiter spielten: Augsburg - Freiburg 2 zu 1 und Frankfurt - Wolfsburg 2 zu 2. In der 2. Bundesliga hat der Hamburger SV beim Debüt mit Trainer Steffen Baumgart einen Sieg geholt. Der HSV setzte sich knapp mit 1 zu 0 gegen Aufsteiger Elversberg durch. Die weiteren Ergebnisse: Fürth - Nürnberg: 2 zu 1 Düsseldorf - Rostock: 2 zu 0 In der Dritten Fußball-Liga hat Halle einen großen Schritt aus dem Keller gemacht. Die Sachsen-Anhalter setzten sich souverän gegen Lübeck 3 zu 0 durch.


Handball: Eisenach verliert bei Kiel

In der Handball-Bundesliga hat der ThSV Eisenach beim Rekordmeister Kiel eine Niederlage kassiert. Die Partie endete 31 zu 27. Damit bleibt Eisenach auf den vorletzten Tabellenplatz.