30 Seconds To Mars

©MDR/Stephan Flad

Hymnen, Hoodies und das Echelon

Radiokonzert mit 30 Seconds To Mars | 23.06.2010

Hymnen, Hoodies und das Echelon


Hollywood-Glanz in den SPUTNIK-Studios? Gab´s bislang auch noch nicht so oft. Aber dass 30 Seconds To Mars weit mehr als nur Jared Leto plus legere Begleitband sind, wird bereits vor dem Konzert klar. 30 Seconds To Mars treffen mit ihrem Alternative-Rock den Zahn der Zeit, entwerfen epische, große Songs und tolle Videos. Hier geht´s ausschließlich um die Musik!".

Fotostrecke: 30 Seconds To Mars im SPUTNIK-Studio


Fast schon wie Cluburlaub - ein Konzert zum Mitmachen
"Good evening. This is our first office party" grüßt Jared, dank tief ins Gesicht gezogener, schlabberiger Kapuze samt Sonnenbrille wie auch Gitarrist Tomislav Milicevic im angedeuteten Gandalf der Graue-Look. Ein Mädel aus der ersten Reihe wird noch eben gebeten, auf Deutsch alle zum Mitsingen zu animieren und dann rein in "This Is War". Sofort schnellen unzählige Fotoapparate in die Höhe. Schon im Vorfeld wurde ja gemunkelt, dass die 30 Seconds heute in Mitmach-Laune sind und tatsächlich prescht Leto mit einem spontanen "Everybody scream!" mitten in die Songstille. Das lassen sich die Fans nicht zweimal sagen!

Es muss nicht immer das Rock-Brett sein
"Hurricane" startet mit reinen Vocal-Passagen, sachte steigen Schlagzeuger und Ebenfalls-Leto Shannon und Gitarrist Tomislav ein und geben dem Song ein beinahe düsteres Akustik-Gewand. "Do you wanna sing the next part with me?" fragt Jared in die Runde. Aber klaro! Gemeinsam schwingt man sich zu langgezogenen „Ooohoh, Ohohos“ auf, dass sich jeder Engels-Chor vor Neid ins Manna-Töpfchen verkrümeln würde. "Spooky, but fun" findet Jared das.

Bitte was? Internationaler Hoodie-Tag?
Vor "The Kill" dann eine hübsche Fan-Interaktion: Als Jared kurz die Sonnenbrille abnimmt, wird das (na klar) durch erfreutes Gejohle belohnt. "Get rid off your hoodie" schreit eine Besucherin, was Jared amüsiert mit einem nett (!) gemeinten "F***k off! Don´t you know it´s international hoodie-day?"quittiert.

Noch ein Cover im Koffer
Bei "Kings and Queens" sägen zu Beginn zackige Gitarren, die Anwesenden klatschen sicher im Takt. Sachte geht es weiter, später plötzlich platzt das Lied auf, Sphärenreiche werden gebaut, weite Felder abgesteckt. Hier ahnt man, wies klingt, wenn die Band vor Tausenden Fans ihre Rockshow vom Schweißband lässt. Als Zugabe dann doch noch "The Edge", ein angedeutetes "Message In A Bottle" von The Police und dann ab ins MDR-Foyer zur spontanen Autogrammstunde.

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30 Seconds To Mars

©MDR SPUTNIK 2010

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Im Tourbus-Gespräch: 30 Seconds To Mars - Quelle: Pressefoto / Copyright: EMI

©Pressefoto / Copyright: EMI

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